Systematik
Familie: Buschhornblattwespen (Diprionidae)
Art: Kiefernbuschhornblattwespe
wissenschaftlicher Name: Diprion pini (Linnaeus, 1758)
rote Liste:  
Flugzeit:
Jan feb mär apr mai jun jul aug sep okt nov dez
Verbreitung

Merkmale
Die männlichen Adulten besitzen sehr große und stark gefiederte Antennen, die „Buschhörner“. Dadurch sind sie in der Lage, die Weibchen zu finden, die ein Sexualpheromon abgeben .

Die Größe der Larven variiert von 5 mm (L1) bis zu 15 mm (letztes Larvenstadium), der Körper ist gelblich-grün gefärbt und sie besitzen einen rötlich-braun gefärbten Kopf. Insgesamt besitzen die Larven als Afterraupe 22 Beine (jeweils paarig: 3 Brustbeine, 7 Bauchfüße, 1 Nachschieber). Die Brustbeine sind schwarz gefärbt, über den Hinterleibsbeinen befindet sich eine waagerechte, dunkel gezeichnete und unterbrochene Linie. Gestörte Larven nehmen die für Afterraupen typische S-förmige Schreckstellung ein.

Lebensraum

Bekannt ist die Art in erster Linie als gefährlicher Forstschädling, da die Larven Kiefernnadeln fressen. Dabei ist bekannt, dass sie vorrangig an der Waldkiefer (Pinus sylvestris) jedoch auch an anderen Kiefernarten wie zum Beispiel der Schwarzkiefer (Pinus nigra) fressen.

Flugzeit

Die erste Aktivität ist ca. im Mai. Die Generationsverhältnisse sind nicht einheitlich und regional-klimatisch recht variabel. Meist tritt eine Generation auf, die sich jedoch auf bis zu drei Schlüpfwellen verteilen kann, je nach Klima sind jedoch auch zwei Generationen pro Jahr möglich (Flugzeiten: April/Mai und Juli/August).

Lebensweise

Die Eiablage erfolgt mit Hilfe des Ovipositors, der die Kiefernnadel einritzt und dabei ein Leitbündel zerstört (Hilker et al. 2002). Anschließend verschließt das Weibchen die pflanzliche Wunde mit einem Sekret aus ihrer Kitdrüse. Nach dem Schlupf fressen die Larven zunächst gregär. Dabei bleibt von der Kiefernadel nur die Mittelrippe stehen (Pinselfraß). Ältere Larven fressen einzeln sind jedoch geclustert. Bei Massenvorkommen der Larven kann es zu immensen Fraßschaden kommen. Das letzte Larvenstadium wandert den Kiefernstamm hinunter und spinnt sich in der Laubstreu ein und verpuppt sich im Kokon. Diese Kokons können bis zu mehreren Jahren überwintern (überliegen). Es sind jedoch auch mehrere Generationen im Jahr möglich.

Quellenangabe
Arboufux
Wikipedia
Larve Diprion pini