Systematik
Überfamilie: Erswespe (Chalcidoidea)
Art: Brachymeria minuta
wissenschaftlicher Name Brachymeria minuta (Linnaeus, 1767)
rote Liste: k.A.
naturgucker-Index: 0.1 [sehr selten]
Flugzeit:
Jan feb mär apr mai jun jul aug sep okt nov dez

Verbreitung

Die Art besitzt ein sehr großes Verbreitungsgebiet. In Europa kommt sie vor allem in südlichen und mitteleuropäischen Regionen vor, reicht aber bis nach Schweden und Großbritannien. Darüber hinaus ist sie aus Nordafrika, Teilen Asiens und der australasiatischen Region bekannt. Auch in Deutschland ist Brachymeria minuta nachgewiesen.
Merkmale
Brachymeria minuta ist eine kleine Erzwespe aus der Familie der Chalcididae. Mit einer Körperlänge von etwa 3 – 7 mm gehört sie zu den eher auffälligen Vertretern dieser ansonsten meist sehr kleinen parasitoiden Wespen. Der Körper ist überwiegend schwarz gefärbt. Charakteristisch sind die hellgelben Tegulae sowie die gelblichen Zeichnungen an den Beinen. Besonders auffällig sind die kräftig verdickten Hinterfemora, die einen großen gelblichbraunen Fleck am distalen Ende tragen. Auch die Hintertibien besitzen einen gelben Fleck im oberen Mittelbereich und eine gelbe Spitze; die Tarsen sind hellbraun bis orange gefärbt. Die Flügel sind durchsichtig und besitzen dunkelbraune Adern.
Lebensweise

Brachymeria minuta lebt parasitoid. Als wichtigste Wirte gelten Larven verschiedener Zweiflügler, insbesondere aus der Familie der Fleischfliegen (Sarcophagidae) und anderer muscoider Fliegen. Die Weibchen suchen ihre Wirte unter anderem an Dung und anderem organischen Material auf. Daneben liegen zahlreiche ältere Angaben über Schmetterlingsraupen als Wirte vor. Diese dürften teilweise darauf zurückzuführen sein, daß B. minuta dort als Hyperparasitoid auftritt und sich über parasitoide Zweifliegen entwickelt, die zuvor die Schmetterlingsraupe befallen haben.

Lebensraum
Die Art ist damit besonders in offenen, warmen Lebensräumen anzutreffen, in denen geeignete Wirte vorkommen. Nachweise gibt es unter anderem aus Dünengebieten. Die erwachsenen Tiere können bei geeigneter Witterung im Sommerhalbjahr beobachtet werden; in Mitteleuropa ist mit Funden vor allem von Mai bis September zu rechnen.