Systematik
Familie: Feldheuschrecken (Acrididae)
Art: steppengrashpfer
wissenschaftlicher Name: Chorthippus vagans (Eversmann, 1848)
rote Liste: III [gefhrdet]
Auftreten:
Jan feb m�r apr mai jun jul aug sep okt nov dez
Verbreitung

Die Art kommt in Europa und Asien vor. Europa wird nrdlich bis nach Dnemark besiedelt, daneben kommt die Art ber die Trkei, die sdlichen Teile Russlands und Kasachstan, stlich bis nach Sibirien vor. In Mitteleuropa findet man sie in Hhenlagen zwischen 100 und 900, meist 300 bis 600 Metern, in den franzsischen Kalkalpen ist die Art am Mont Ventoux bis in eine Hhe von 1900 Meter nachgewiesen.

Merkmale

Die Tiere werden 12 - 15 mm ♂ bzw. 16 - 22 mm ♀ lang. Ihr Krper hat eine braune Grundfarbe, wobei Mnnchen etwas dunkler und kontrastrmer gefrbt sind. Hinterleib, Thorax und die Unterseite der Schenkel (Femora) sind grngelb gefrbt, der Kopf und der vordere Teil des Thorax sind unterseits graubraun. Der Kopf der Mnnchen ist anders als bei den Weibchen in der Vorderansicht auffallend grulich-wei gefrbt. Die Seitenkiele am Halsschild sind gewinkelt, scharf abgegrenzt wei gefrbt und sind auf beiden Seiten von einem schwarzen Fleck flankiert. Die Vorderflgel tragen ein wei gedertes Stigma. Die Vorderflgel der Mnnchen sind schwarzbraun gefrbt. Die hinteren fnf bis sechs Tergite am Hinterleib sind an den Seiten und oberseits bis zur Spitze orangerot gefrbt. Bei den Weibchen findet sich an der Seite des Krpers auf der Hinterseite der Tergite eine jeweils bis zu 2,5 mm breite, weie Binde, bei den Mnnchen findet sich eine solche nur auf den ersten zwei Segmenten. Die Schenkel der Hinterbeine haben vor allem bei den Weibchen auf der Innenseite im basalen Drittel einen lnglichen schwarzen Fleck, der beidseits hellbraun bis wei gerandet ist. Die Schienen (Tibien) der Hinterbeine sind vor allem bei den Mnnchen rotorange gefrbt, die Knie sind aber nicht, wie beim hnlichen Kiesbank-Grashpfer (Chorthippus pullus) schwarz gefrbt. Die Art kann insbesondere durch ihre oval geformten Tympanalorgane und das nicht erweiterte Medianfeld der bis zur Hinterleibsspitze reichenden Vorderflgel von hnlichen Arten, wie etwa dem Verkannten Grashpfer (Chorthippus mollis) oder dem Nachtigall-Grashpfer (Chorthippus biguttulus) abgegrenzt werden.

Lebensweise
Die Tiere ernhren sich herbivor von Grsern, krautigen Pflanzen, Moosen und Flechten. Die Weibchen legen ihre Eier etwa in 1,5 cm Tiefe im Erdboden an stark sonnenbeschienenen, vegetationsfreien Stellen ab. Die Eier und auch die Larven sind im Vergleich zu denen anderer Arten der Gattung Chorthippus gegenber Trockenheit sehr tolerant. Die adulten Tiere treten ab Mitte Juli bis Oktober auf.
Die Mnnchen durchsuchen rufend ihr Habitat nach Weibchen, die sich meist im Verborgenen zwischen Blttern und sten oder Felsen aufhalten. Dabei besteht der Gesang des Mnnchens aus einer unterschiedlich schnellen Aneinanderreihung von kratzenden chr-Lauten. Rivalen wird mit unregelmigen, kurzen Reihen von ein bis zehn solcher Laute entgegnet. Sprt das Mnnchen eine Partnerin auf, nhert es sich ihr recht nahe und zirpt leise sich-ti- und sich-ti-ti-ti- und lange, metallisch klingende ti-ti-Strophen. Ist die Balz erfolgreich ist die anschlieend folgende Annherung erfolgreich und die Paarung findet statt, wobei das Mnnchen etwas seitlich am Krper des Weibchens sitzt und die Hinterleibsspitzen sich von der Seite her treffen. Ist das Weibchen unbeeindruckt, setzt das Mnnchen die Balz mit chr-Lauten fort.
Lebensraum
Der Steppengrashpfer lebt in warmen und trockenen Habitaten mit sprlicher, niedriger Vegetation, wie etwa Steppenheide, Dnengebieten oder trockenen Kiefernwldern. Bevorzugt werden solche Gebiete, die darber hinaus nachts nur schwach abkhlen, und eine geringe relative Luftfeuchtigkeit aufweisen. Deswegen findet man die Art zumindest in weniger temperaturbegnstigten Trockengebieten hufig an Waldrnder angrenzend, da ausladende ste sowohl einen Teil des Niederschlages abfangen, als auch die Wrmeabstrahlung nachts verringern.
Quellenangabe
Wikipedia