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Verbreitung
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Agrilus hyperici kommt in Europa weit verbreitet vor, besonders:
In Mittel- und Südeuropa ist er häufiganzutreffen. In Nord- und
Osteuropa findet man ihn seltener bzw. lokal. In Deutschland ist
er zumindest regional nachgewiesen. |
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Außerhalb Europas wurde er u. a. nach Nordamerika eingeschleppt
und dort als biologischer Gegenspieler gegen Johanniskraut
genutzt. |
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Merkmale |
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Die erwachsenen Käfer sind etwa 5 - 6 mm lang und wirken
langgestreckt, schmal und glänzend. Ihre Färbung ist
bronzefarben bis dunkel kupferig, ohne die auffällige
metallische Buntwirkung vieler anderer Prachtkäfer. An warmen
Tagen sitzen die Imagines oft auf Johanniskrautpflanzen und
bewegen sich dort recht flink; vor dem Abflug zeigen sie
manchmal das typische "Aufpumpen" des Hinterleibs. |
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Die Larven leben im Wurzelhals und in der unteren Stängelbasis
der Johanniskrautpflanzen. Dort fressen sie unter der Rinde
längliche, flache Gänge, die bei stärkerem Befall zu
Schwellungen oder Kümmerwuchs der Pflanzen führen können. Die
Entwicklung dauert in der Regel ein Jahr, bei ungünstigen
Bedingungen auch länger. Am Ende ihres Larvenlebens legen sie
ein charakteristisches, länglich-oval wirkendes Ausbohrloch an,
aus dem nach der Verpuppung der fertige Käfer austritt. |
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Lebensraum |
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Die Art bevorzugt wärmere, besonnte Standorte. |
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Wo Johanniskraut regelmäßig gemäht oder stark gestört wird,
verschwinden die Käferpopulationen rasch. Stabile Vorkommen
entstehen eher dort, wo Bestände über mehrere Jahre ungestört
wachsen können. Insgesamt ist Agrilus hyperici kein
ernstzunehmender Pflanzenschädling, spielt aber lokal eine
regulierende Rolle gegenüber großen Johanniskrautbeständen –
eine Eigenschaft, die in Übersee gezielt genutzt wurde. |
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Lebensweise |
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Charakteristisch ist die sehr enge Bindung an
Johanniskraut, insbesondere an das Echte Johanniskraut
(Hypericum perforatum). Auch andere Arten der Gattung Hypericum
können besiedelt werden, doch außerhalb dieser Pflanzengruppe
wird der Käfer praktisch nicht gefunden. Erwachsene Käfer
ernähren sich von kleinen Bissstellen in Blättern oder Blüten,
und Paarungen erfolgen meist direkt auf der Wirtspflanze. |
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