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Verbreitung |
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Man findet den Weißdorn-Wickler in vielen Regionen vom
südskandinavischen Raum bis in wärmere Gebiete Süd- und
Mitteleuropas. Außerdem Westasien bzw. Vorderasien, stellenweise
bis in den Kaukasus-Raum. In Mitteleuropa gilt die Art als nicht
selten, aber lokal gebunden. |
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Merkmale |
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Die Falter sind unscheinbar, aber bei genauer Betrachtung sehr
elegant: Die Vorderflügel sind gelb- bis orangebraun gefärbt und
tragen dunklere Flecken oder Bänder, die jedem Tier ein eigenes
Muster verleihen. Mit einer Flügelspannweite von etwa 2 cm ist
die Art weder groß noch auffällig, und genau darin liegt ihr
Vorteil – sie verschmilzt mit dem trockenen Ton der Zweige, an
denen sie tagsüber ruht. |
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Die Raupen sind schlank, grünlich und gut zwischen den Blättern
verborgen. Man entdeckt sie meist erst dann, wenn man ein leicht
zusammengerolltes Blatt öffnet – es ist ihr Aufenthalts- und
Fraßplatz zugleich. |
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Lebensweise |
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Der Jahreszyklus vom Weißdorn-Wickler ist klar auf den
Jahresrhythmus der Gehölze abgestimmt. Im Sommer legt das
Weibchen seine Eier an Zweigen ab, wo sie den Winter überdauern
– unscheinbar, aber gut geschützt. Wenn im Frühjahr die ersten
Blätter austreiben, schlüpfen die jungen Raupen genau zum
richtigen Zeitpunkt. Sie rollen Blätter zusammen oder spinnen
Triebspitzen ein und fressen im Verborgenen. Im Frühsommer,
meist im Mai oder Juni, schlüpfen die erwachsenen Falter. Eine
zweite Generation bildet sich nicht, sodass die Art im
Jahreslauf nur einmal auftritt. Massenauftreten oder Schäden an
Gehölzen sind selten und bleiben in der Regel kleinräumig. |
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Lebensraum |
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Archips crataegana lebt vor allem dort, wo der Übergang von
offenen Flächen zu bewachsenen Arealen stattfindet: an
Waldrändern, in Hecken, an Feldsäumen oder auf Streuobstwiesen.
Sträucher spielen eine zentrale Rolle im Lebensraum dieser Art.
Besonders Weißdorn- und Schlehengebüsche dienen nicht nur als
Nahrungsquelle, sondern auch als Strukturgeber. Deshalb hat sich
der Falter in Gebieten gehalten, in denen traditionelles Hecken-
und Obstwiesenmanagement fortbesteht – ein typisches Beispiel
für die Abhängigkeit vieler Insekten von vielfältigen
Landschaftselementen. |
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