Systematik
Unterfamilie:
Hadeninae
Art: Veränderliche-kräutereule
weitere Namen: Auenschuttflur-Blättereule
wissenschaftlicher Name: Lacanobia suasa (Denis & Schiffermüller, 1775)
rote Liste: N [nicht gefährdet]
naturgucker-Index: 0.5 (sehr selten)
Flugzeit:
Jan feb mär apr mai jun jul aug sep okt nov dez
Merkmale

Die Flügelspannweite der Falter beträgt 32 - 39 mm. Wie schon der Trivialname andeutet, sind die Falter bezüglich der Farbgebung und Zeichnung außerordentlich variabel. So reicht die Färbung der Vorderflügeloberseite von Ocker über Grau und Rotbraun bis zu Schwarzbraun. Nieren-, Ring- und Zapfenmakel treten zuweilen deutlich hervor, können aber auch sehr undeutlich sein. Bei hell gefärbten Exemplaren ist die Zapfenmakel oftmals tief schwarz. Querlinien und Pfeilflecke sind meist nicht erkennbar bzw. fehlen gänzlich. Deutlichstes Erkennungsmerkmal ist die weißliche, zumeist deutlich hervortretende Wellenlinie, deren großes W-Zeichen bis in die Fransen reicht. Die Hinterflügeloberseite ist zeichnungslos hell graubraun gefärbt. Die dunklen Adern treten etwas hervor. Auf der Hinterflügelunterseite befindet sich ein dunkler Diskoidalfleck.

Die Färbung der Raupen variiert von grünlich oder gelblich bis zu rötlich braun. Sie besitzen eine undeutliche dunkle Rückenlinie mit ebenfalls dunklen Schrägstrichen. Außerdem zeigen sie breite weißliche oder gelbliche Seitenstreifen, die nach oben schwarz abgesetzt sind. Die Stigmen sind weiß und schwarz umrandet.
Quellenangabe
Wikipedia
Verbreitung
Die Art ist in Europa mit einer Ausdehnung von den Pyrenäen nord- und ostwärts durch Mitteleuropa und die gemäßigte Zone bis nach Ostasien verbreitet. Sie kommt auch auf den Britischen Inseln vor. Im Gebirge steigt sie bis auf eine Höhe von etwa 1800 Metern.
Lebensweise
Die nachtaktiven Falter bilden zwei Generationen im Jahr, die von Ende April bis Anfang Juli sowie von Ende Juli bis Mitte September anzutreffen sind. Sie saugen gelegentlich an den Blüten von Rainfarn (Tanacetum vulgare), Echter Waldrebe (Clematis vitalba) oder Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii), erscheinen an künstlichen Lichtquellen und auch gerne an Ködern. Die Eier werden in großer Zahl an der Nahrungspflanze abgelegt. Die Raupen ernähren sich von den Blättern verschiedener niedriger Pflanzen, beispielsweise von Klee- (Trifolium), Steinklee- (Melilotus), Wegerich- (Plantago), Lattich- (Lactuca), Ampfer- (Rumex), Melden- (Atriplex) und Vogelknötericharten (Polygonum). Die Art überwintert als Puppe.
Lebensraum
Hauptlebensraum sind Halbtrockenrasengebiete, Wiesentäler, Gärten, Auen- und Mischwaldränder sowie Trümmer- und Schutthalden.