Systematik  
Gattung: Spilosoma
Art: breitflügeliger fleckleibbär
weitere deutsche Namen: Weiße Tigermotte
wissenschaftlicher Name Spilosoma lubricipeda (Linnaeus, 1758)
rote Liste: N [nicht gefährdet]
 
Flugzeit:
Jan feb mär apr mai jun jul aug sep okt nov dez
Verbreitung

Man findet den Breitflügeliger Fleckleibbären in ganz Europa bis zum 62. Breitengrad, also bis Südskandinavien und Südfinnland.

Merkmale

Die Flügelspannweite beträgt etwa 30 bis 42 Millimeter. Man erkennt diesen weißen Schmetterling an den unregelmäßig verteilten Punkten auf der oberen Seite der Vorderflügel. Der Kopf weist deutliche Kammfühler auf, die bei den Männchen ein sicher zu unterscheidendes habituelles Merkmal darstellen. bei Spilosoma lubricipeda sind die Fühlerkammzähne deutlich länger als bei Spilosoma urticae. Die enge Verwandtschaft beider Arten wird auch in der Genitalmorphologie deutlich. Die Körperoberseite trägt eine gelbe Warnfarbe, die zu beiden Seiten mit einer Reihe von schwarzen Flecken versehen ist. Bei Gefahr stellt sich die Art tot und zeigt dem Feind ihr abschreckend gelb und schwarz gefärbtes Hinterteil.

Die Raupen werden ca. 40 Millimeter lang. Sie sind graubraun gefärbt und haben einen gelblich weißen oder rötlichen Rückenstreifen. Sie haben eine sehr starke, dunkelbraune Behaarung. Sie ernähren sich von vielen verschiedenen Pflanzen, wie z. B. von Gewöhnlichem Löwenzahn (Taraxacum officinale), Große Brennnessel (Urtica dioica), Besenginster (Sarothamnus scoparius), Luzerne (Medicago sativa), Natternkopf (Echium vulgare), Wegerich (Plantago spec.), Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa), Brombeere (Rubus fruticosus), Himbeere (Rubus idaeus) und Holunder (Sambucus spec.).
 
Lebensweise
Die Tiere sind giftig und werden von Vögeln ausgespuckt und nach solch einer Erfahrung nicht mehr angegriffen. Ähnliche Bärenspinnerarten, die nicht giftig sind, profitieren von dieser Ähnlichkeit.
Lebensraum
Man findet sie besonders häufig an feuchten Stellen an Waldrändern, Blößen, in alten Kiesgruben, an Feldrainen und an Ruderalflächen.
Flugzeit
Die Flugzeit beginnt Mitte Mai und endet im Juli. In günstigen Jahren gibt es zwei unvollständige Generationen. Die Falter sind nachtaktiv, vor allem kurz vor Sonnenaufgang, wobei sie im Gegensatz zu der Mehrzahl der Nachtfalter stehen. Die Raupen findet man von Juli bis September.
Quellenangabe
Wikipedia