Systematik
Familie: Wickler (Tortricidae)
Art: grüner eichenWickler
wissenschaftlicher Name Tortrix viridana (Linnaeus, 1758)
rote Liste: k.A.
naturgucker-Index 2.9 (relativ selten)
Flugzeit:
Jan feb mär apr mai jun jul aug sep okt nov dez
Verbreitung
Der Eichenwickler ist ein typisch eurasisch-mediterranes Insekt: er kommt in weiten Teilen Europas vor und ist außerdem aus Nordafrika, Teilen Vorderasiens sowie Ländern wie Zypern, Iran und Israel gemeldet. Die Verbreitung ist eng an das Vorkommen von Eichen gekoppelt.
Merkmale
Erwachsene Falter sind auffällig einfarbig grün (Vorderleib und Vorderflügel), die Hinterflügel eher graulich; die Flügelspannweite liegt bei etwa 18–24 mm.
Larven sind kleine, grünliche Raupen, die sich beim Heranwachsen in abgerollte Blätter einspinnen. Bei stärkeren Vorkommen können die Raupen ganze Kronen stark entlauben, sodass Eichen sichtbar blattlos werden.
Lebensweise
Tortrix viridana entwickelt gewöhnlich eine Generation pro Jahr. Die erwachsenen Falter fliegen hauptsächlich im späten Frühling (Mai–Juni). Weibchen legen im Frühsommer Eier in der Baumkrone ab; die Eier überwinterten, und im April–Mai schlüpfen die Raupen. Anfangs fressen sie Knospen und junge Blätter; spätere Instars fressen größere Blätter und rollen sich dann einzelne Blätter zum Ruhen und zur Verpuppung ein. Die Verpuppung erfolgt in einem zusammengerollten Blatt in der Krone. In Jahren mit geeigneten Bedingungen kann es zu Massenvermehrungen kommen, die schwere Fraßschäden an Eichen verursachen. Parasitoide (z. B. bestimmte Ichneumoniden) und natürliche Fraßfeinde regulieren Populationen oft wieder.
Lebensraum
Bevorzugter Lebensraum sind Eichen-Bestände: naturnahe Eichenwälder, lichten Eichenwald, Parkbäume und Alleen mit alten oder mittelalten Stämmen. Besonders Bäume mit vielen Knospen und saftigem Laub bieten reichlich Nahrungsgrundlage für die Raupen.