Der Buchsbaum-Zünsler ist ein ursprünglich aus Ostasien
stammender Kleinschmetterling, der inzwischen weite Teile
Europas besiedelt hat. In Deutschland wurde die Art erstmals
2006 nachgewiesen und hat sich seitdem stark ausgebreitet.
Besonders häufig findet man sie in Siedlungsbereichen und dort,
wo Buchsbaum angepflanzt wird.
Merkmale
Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von etwa 40 – 45 mm.
Die Flügel sind überwiegend weißlich bis hellgrau und besitzen
einen breiten, dunkelbraunen Rand. Gelegentlich treten
vollständig braune oder stark verdunkelte Exemplare auf.
Charakteristisch ist ein kleiner weißlicher Fleck im dunklen
Flügelbereich. Die Fühler sind fadenförmig.
Auffälliger als der Falter sind die Raupen. Sie werden bis etwa
40 – 45 mm lang, sind grün gefärbt und besitzen breite schwarze
und helle Längsstreifen sowie zahlreiche schwarze Punkte und
Borsten. Der Kopf ist schwarz. Die Raupen leben ausschließlich
an Buchsbaum (Buxus) und können durch ihren Fraß ganze Pflanzen
innerhalb kurzer Zeit stark schädigen oder zum Absterben
bringen. Sie verstecken sich tagsüber häufig im Inneren der
Pflanzen und zwischen Gespinsten.
Lebensraum
Die Art bevorzugt warme, sonnige bis halbschattige Standorte.
Ursprünglich dürfte sie in ihrer Heimat verschiedene Lebensräume
besiedeln; in Mitteleuropa ist ihr Vorkommen eng mit dem
Vorhandensein von Buchsbaum verbunden. Die Überwinterung erfolgt
als junge Raupe geschützt in einem Gespinst zwischen den
Blättern.
Lebensweise
In Mitteleuropa treten meist zwei, bei günstiger Witterung auch
drei Generationen auf. Die Falter können daher von April bis
September beobachtet werden, mit einem Schwerpunkt von Mai bis
August. Die Raupen sind insbesondere von Mai bis September zu
finden.