Systematik  
Gattung: Misumena
Art: veränderliche krabbenspinne
wissenschaftlicher Name: Misumena vatia (Clerck, 1757)
rote Liste: N [nicht gefährdet]
 
Reifezeit:
Jan feb mär apr mai jun jul aug sep okt nov dez
Verbreitung

Die Art besiedelt die arktischen bis subtropischen Zonen der Holarktis von Irland und Portugal bis Japan, sowie Amerika von Alaska bis zur Südgrenze der USA. Sie kommt mit Ausnahme Islands in ganz Europa vor. Die bisherigen Funde für Deutschland deuten eine annähernd flächendeckende Verbreitung im südlichen und mittleren Teil des Landes an, während die Art nördlich der Mittelgebirge deutlich seltener gefunden wird.

Merkmale

Die Art zeigt einen starken Geschlechtsdimorphismus bezüglich Größe und Färbung. Männchen erreichen nur eine Körperlänge von 4 mm, während die Weibchen bis zu 10 mm lang sind. Das Männchen hat einen schwärzlichen Vorderkörper (Prosoma); der Hinterkörper (Opisthosoma) ist weiß bis gelblich gefärbt und zeigt zwei dunkle Längsstreifen. Die beiden vorderen Beinpaare sind breit schwarz und braun geringelt, die beiden hinteren Beinpaare zeigen die Grundfarbe des Opisthosomas.

Bei den Weibchen variiert die Färbung des gesamten Körpers zwischen leuchtend gelb, gelbgrün und weiß. Die Seiten des Hinterkörpers tragen häufig zwei rote Längsstreifen.
Zum Beutefang hält sich die Veränderliche Krabbenspinne auf Blüten auf. Sie ist in der Lage, die Körperfarbe an die jeweilige Blütenfarbe anzupassen. Allerdings sind zu diesem Farbwechsel nur adulte Weibchen befähigt. Der Farbwechsel wird dabei über den Gesichtssinn gesteuert. Bei einer Gelbfärbung wird ein flüssiger, gelber Farbstoff in die Epidermiszellen eingelagert, während die Weißfärbung auf die Verlagerung des Pigments ins Körperinnere zurückzuführen ist. Der gelbe Farbstoff kann bei einem längeren Aufenthalt auf weißen Blüten auch teilweise mit dem Kot ausgeschieden werden.
Die Beute von Misumena vatia besteht aus blütenbesuchenden Insekten aller Art, z. B. Schwebfliegen, Bienen, Wespen, Schmetterlingen oder kleineren Käfern. Diese sind oft um ein Mehrfaches größer als die Spinne. Diese ergreift ihre Beute blitzschnell mit den beiden kräftigen und stark vergrößerten Vorderbeinpaaren und tötet sie meist durch einen offensichtlich sehr schnell wirkenden Biss in den Hinterhals.
 

Thomisus onustus ♀

Lebensraum
Die Art bewohnt offene, blütenreiche Lebensräume aller Art.
Reifezeit
Reife Tiere können von Mai bis Juli angetroffen werden.
Thomisus onustus ♂
 
Quellenangabe
Wikipedia
SpinnenWiki