Systematik
Gattung: Wipfelspringer (Carrhotus)
Art: Kanarenspringer
weitere Namen: Kanaren-Springspinne
wissenschaftlicher Name Macaroeris nidicolens (Walckenaer, 1802)
rote Liste: nicht bewertet
Reifezeit:
Jan feb mär apr mai jun jul aug sep okt nov dez
Verbreitung
Diese vor allem in Südeuropa heimische Art wurde 1995 zum ersten Mal in Deutschlandnachgewiesen. Seitdem tauchte sie im Köln-Bonner-Raum immer wieder auf. Offenbar breitete sie sich dann weiter nach Süden aus. Es gibt wohl Funde bei Koblenz und sicher im Kreis Bergstraße (Baden-Württemberg).
Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 5–7 mm, Männchen 4–6 mm

Die Haare des Männchens rund um die Frontalaugen sind rotbraun gefärbt. An den Seiten des Prosomas ziehen sich jeweils 2 weiße Haarstreifen Richtung Opisthosoma. Oben auf dem Prosoma befinden sich mehrere weiße Flecken, davon je ein größerer hinter den hinteren Seitenaugen. Das Opisthosoma weist am Vorderende einen weißen Bogen auf. Dahinter befinden sich weiße Fleckenpaare, von denen vier ein schräg stehendes Kreuz vor dem Hinterende bilden.

Das Weibchen ist wesentlich heller gefärbt als das Männchen. In der Mitte des Prosomas befindet sich ein weißes Dreieck. Das Opisthosoma sieht genau so aus wie das des Männchens. Allerdings weist die Art eine große Variabilität bei Färbung und Zeichnung auf.

Bei beiden Geschlechtern findet man schwarze, gebogene Haarbüschel seitlich hinter den vorderen Seitenaugen.
Lebensraum
Die Spinne lebt vorwiegend im Gebüsch warmer, trockener, sonniger bis halbschattiger Gebiete.
Macaroeris nidicolens ♂
Lebensweise
Jagt wie alle Springspinnen frei umherstreifend und überwältigt ihre Opfer mit einem Sprung aus dem Hinterhalt. Das Weibchen auf den Fotos aus Griechenland lief am Strand von Plaka frei auf den Sandflächen. Möglicherweise wurde dieses Verhalten durch den endoparasitischen Fadenwurm ausgelöst.
Quellenangabe
SpinnenWiki
Naturspaziergang