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Systematik |
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Familie: |
Raubwanzen (Reduviidae) |
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Art: |
Goedels Raubwanze |
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wissenschaftlicher Name |
Nagusta goedelii (Kolenati, 1857) |
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rote Liste: |
k.A. |
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Flugzeit: |
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Jan |
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mÄr |
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Verbreitung
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Ursprünglich ist Nagusta goedelii in Südosteuropa, Kleinasien,
dem Nahen Osten und bis nach Iran verbreitet. Seit einigen
Jahrzehnten erweitert sie ihr Areal nach Westen und Norden. In
Deutschland wurde sie 2018 erstmals in Hessen nachgewiesen;
inzwischen ist sie insbesondere im wärmebegünstigten Südwesten
deutlich weiter verbreitet. Für Rheinland-Pfalz liegen Nachweise
seit 2019, inzwischen wird die Art dort häufiger beobachtet. Die
Ausbreitung dürfte durch das wärmere Klima begünstigt werden. |
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Merkmale |
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Goedels Raubwanze ist eine auffällige, ursprünglich
südosteuropäische Raubwanze aus der Familie der Reduviidae. Sie
erreicht eine Körperlänge von etwa 12,5 – 16 mm und besitzt
einen schlanken, gelblich- bis zimtbraunen, fein hell behaarten
Körper. Besonders charakteristisch sind der seitlich
rautenförmig verbreiterte Hinterleib, die langen kräftigen Beine
sowie der nahezu sechseckige Halsschild. Auffällig sind außerdem
die beiden kräftigen, hornartigen Dornen unmittelbar hinter den
Fühlerhöckern. Die Fühler sind gelblichbraun und heller
geringelt; das erste Fühlerglied ist deutlich länger als das
zweite. |
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Lebensweise |
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Die Art lebt räuberisch und erbeutet verschiedene kleinere
Insekten und vermutlich auch Spinnentiere. Die Art bildet
eine Generation im Jahr. Paarung und Eiablage erfolgen im
Frühjahr; die Larven entwickeln sich über den Sommer und
erreichen im August und September das Erwachsenenstadium. Die
erwachsenen Tiere überwintern geschützt, vor allem unter loser
Baumrinde. Im Herbst werden sie deshalb gelegentlich auch an
Häusern oder in Wohnungen gefunden, wohin sie auf der Suche nach
einem geeigneten Winterquartier gelangen können. |
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Lebensraum
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Sie hält sich überwiegend auf Laubbäumen und Sträuchern auf,
wobei Eichen (Quercus)
offenbar besonders häufig besiedelt werden. |
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