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Eulabidogaster setifacies ♂ |
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Lebensraum
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Auch hinsichtlich des Lebensraumes ergibt sich aus den
Fundorten ein recht charakteristisches Bild. Die Art scheint
warme, offene bis halboffene Lebensräume zu bevorzugen.
Nachweise stammen beispielsweise aus trockenen und warmen
Regionen Spaniens, aus mediterranen Gebieten und aus
wärmebegünstigten Teilen Mitteleuropas. Auf La Palma wurde
sie in unterschiedlichen Bereichen des Nationalparks Caldera
de Taburiente gefunden. In Spanien liegen Funde unter
anderem aus trockenen Landschaften und Gebirgslagen vor. Die
Art ist also keineswegs ausschließlich ein Bewohner
mediterraner Tieflagen, sondern kann auch in höheren Lagen
auftreten, sofern das lokale Klima entsprechend günstig ist. |
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Verbreitung
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Die Art besitzt ein ausgesprochen großes, aber deutlich
wärmebetontes Verbreitungsgebiet. Sie ist aus weiten Teilen
Europas bekannt, darunter Deutschland, Frankreich, Österreich,
die Schweiz, Italien, Spanien, Portugal, Kroatien, Tschechien,
Polen, Rumänien, Bulgarien, die Slowakei und die Ukraine. Nach
Osten reicht das Areal über den Nahen und Mittleren Osten bis
nach Zentralasien; Nachweise liegen unter anderem aus der
Türkei, dem Iran, Usbekistan und Tadschikistan vor. Auch
Nordafrika wird zum Verbreitungsgebiet gerechnet. Insgesamt wird
Eulabidogaster setifacies als Bewohner der wärmeren Bereiche der
Paläarktis bezeichnet. Interessanterweise wurde die Art auch auf
den Kanarischen Inseln, auf La Palma, nachgewiesen. |
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Merkmale |
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Die Art gehört zu den Leucostomatini und fällt durch ihren für
diese Gruppe typischen, relativ schlanken Körperbau auf.
Charakteristisch sind unter anderem die borstigen Strukturen am
Kopf und die für die Bestimmung wichtige Beborstung der Beine
und des Thorax. Die Flügel sind durchsichtig und die Aderung
entspricht dem für die Gattung typischen Muster. Der
Gattungsname Eulabidogaster ist derzeit monotypisch – E.
setifacies ist also die einzige bekannte Art der Gattung. |
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Lebensweise
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Über die Lebensweise ist erstaunlich wenig bekannt. Das liegt
vor allem daran, daß die Raupenfliegenlarven Parasitoide anderer
Insekten sind und ihre Entwicklung deshalb meist verborgen im
Wirt abläuft. Für Eulabidogaster setifacies war lange Zeit
überhaupt nur ein einziger gesicherter Wirt bekannt: die
Glasflügelwanze Corizus hyoscyami (Rhopalidae). Neuere
Untersuchungen haben jedoch auch die Beerenwanze Dolycoris
baccarum als Wirt nachgewiesen. Dabei wurde die Fliege aus
Wanzen gezogen, die zuvor im Freiland gesammelt worden waren. In
einer türkischen Untersuchung wird ausdrücklich darauf
hingewiesen, daß Dolycoris baccarum ein neuer Wirtsnachweis für
die Art ist und daß das Wirtsspektrum wahrscheinlich ziemlich
eng ist. |
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Damit ist E. setifacies ein interessantes Beispiel für die
Lebensweise der Phasiinae: Die erwachsene Fliege lebt frei und
ernährt sich vermutlich – wie viele Raupenfliegen – von
Blütennektar, während die Larve parasitisch in einer Wanze lebt.
Die genaue Art und Weise der Eiablage beziehungsweise Infektion
des Wirtes ist bei E. setifacies allerdings nicht ausreichend
dokumentiert. Gerade bei den Phasiinae gibt es verschiedene
Strategien, von der direkten Ablage am Wirt bis zur Nutzung
spezieller Entwicklungsstadien; bei dieser Art sollte man
deshalb keine Einzelheiten als gesichert darstellen, die nicht
belegt sind. |
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