Systematik
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Gattung: Thymiane (Thymus)
Art: Sand-thymian
wissenschaftlicher Name: Thymus serpyllum (von Linné)
rote Liste: V [Vorwarnstufe]
Blütezeit:
Jan feb mär apr mai jun jul aug sep okt nov dez
Verbreitung

Der Sand-Thymian kommt in kühlen bis gemäßigten Gebieten vor. Ein großer Teil des Areals liegt im subozeanischen Bereich. Mit der Zunahme der Ozeanität tritt eine Konzentrierung auf kontinentale Gebiete auf. Er ist Mittel-, Ost- und Nordeuropa verbreitet. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in Mittel- und Osteuropa. Die Nordgrenze verläuft in Russland bei 65° nördlicher Breite, östlich reichen wenige Vorposten bis zum Ural. Die Südgrenze des Hauptareals verläuft bei 50° nördlicher Breite und reicht im Westen bis in die Niederlande und nach Dänemark. Außerhalb des geschlossenen Areals gibt es wenige Vorkommen in Südostengland, in Frankreich, in Süddeutschland, im Gebiet des ehemaligen Jugoslawien und in Ungarn.

Merkmale

Der Sand-Thymian ist ein immergrüner, bodenbedeckender Halbstrauch, der Wuchshöhen von 2 - 10 cm erreicht. Die Zweige sind immer ringsum behaart. Die Laubblätter sind linealisch bis schmal elliptisch oder verkehrt-eiförmig, 1 - 3 mm breit und kurz gestielt oder sitzend. An den Blütentrieben sind sie in Größe und Form kaum unterschiedlich. Das oberste Paar der Seitennerven verliert sich meist, es vereinigt sich nicht zu einem Randnerv. Am Grund sind die Blätter bewimpert, die Spreite ist nur selten behaart. Ihre Seitennerven treten an der Unterseite stumpf hervor.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die oberen Kelchzähne sind breit dreieckig und ungefähr so lang wie am Grund breit.
Lebensraum
Der Sand-Thymian gedeiht auf Sandtrockenrasen, in trockenen Kiefernwäldern und auf Silikatfelsfluren. Er besiedelt in Mitteleuropa lückige, sandige Rasen und lichte, sandige Kiefernwälder, er geht aber auch auf Dünen. Der Sand-Thymian ist kalkmeidend (Calcifuge). Er gedeiht darum am besten auf kalkarmen, lockeren, sandigen Böden, die arm an Feinerde (kleiner als 2 – 3 mm) sein kann, aber etwas Humus enthalten sollte. Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Ordnung der Sandgesellschaften (Corynephoretalia canescentis), kommt aber auch in Gesellschaften des Cytiso-Pinion (Kiefernwälder) vor
Quellenangabe
Wikipedia